Häufige Fragen

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Hier finden Sie Antworten zu häufig gestellten Fragen

Die folgenden Fragen wurden in unserer Infoveranstaltung am 23. Oktober 2026 gestellt. Haben Sie eine Frage, die hier nicht beantwortet wird? Schreiben Sie uns gern an dHJhbnNmZXJmb3JjZUBkaXBmLmRl.

Wer kann sich bewerben?


Welche Anstellungsverhältnisse sind Voraussetzung?

Entscheidend ist, dass Sie an eine wissenschaftliche Einrichtung angebunden sind – nicht, in welcher vertraglichen Form. Qualifikationsstellen, Drittmittelstellen, Stipendien, Abordnungen und externe Promotionen sind gleichermaßen möglich. Bitte dokumentieren Sie Ihre wissenschaftliche Anbindung in der Bewerbung.

Können sich Postdocs an Landesinstituten bewerben?

Grundsätzlich ja. Uns ist wichtig, dass Sie einen wissenschaftlichen Forschungsschwerpunkt haben und sich selbst als Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler verstehen. Wenn Sie das in Ihrer Bewerbung nachvollziehbar darlegen, ist eine Teilnahme möglich.

Spielt das Alter eine Rolle?

Nein. Maßgeblich sind Motivation und Inhalt und zum Teil die Qualifikationsphase, nicht das Lebensalter.

Können sich internationale Promovierende bewerben?

Ja. Ihre Herkunft spielt keine Rolle. Voraussetzung bei vielen Bewerbungen ist eine Anbindung an eine Hochschule oder wissenschaftliche Einrichtung in Deutschland.
Zu den Sprachkenntnissen: In den Stufen Transfer Broker und Transfer Fellow setzen wir passive Deutschkenntnisse voraus, da die Präsenzveranstaltungen und die Arbeit mit den Partnerschulen auf Deutsch stattfinden. Für die Online-Sessions, die auf Englisch gehalten werden, und damit für die Stufe Netzwerk gilt das nicht.

Ist eine Anstellung in einem BMBFSFJ-geförderten Projekt hinderlich?

Das hat keinen Einfluss auf Ihre Bewerbung.

Aus welchen Disziplinen kann ich kommen?

Zählen Fachdidaktiken, Psychologie oder Sonderpädagogik?

Ja. Unser Wissenschaftsverständnis ist bewusst breit: Erziehungswissenschaft, Psychologie, Soziologie, Fachdidaktiken und Sonderpädagogik sind gleichermaßen willkommen. Entscheidend ist nicht das Institutsschild, sondern Ihre bildungswissenschaftlichen Arbeit.
Nur für die Stufe Transfer Broker gilt: Ihre Transfer-Werkstatt muss thematisch auf den Umgang mit Heterogenität bei Schülerinnen und Schülern ausgerichtet sein – auf Unterrichts- oder auf Schulebene, auch aus der Perspektive der Bildungsverwaltung. In den Stufen Transfer Fellow und Netzwerk genügt es, dass Sie sich mit Bildungsfragen beschäftigen, die für das Bildungssystem relevant sind. Auf welcher Ebene und zu welchem thematischen Schwerpunkt, ist zunächst unerheblich.

Geht es nur um Transfer zwischen Forschung und Schule – oder auch zwischen Forschung und Verwaltung?

Wir verstehen Praxis weit: von der einzelnen Schule bis zur Bildungsverwaltung. Transfer in Richtung Steuerungsebene ist ausdrücklich eingeschlossen.

Befristung und Stellenwechsel


Meine Stelle läuft vor Programmende aus. Ist das ein Ausschlussgrund?

Nein. Wir begleiten Menschen in einer Karrierephase, die von Veränderung geprägt ist – Befristungen sind für uns der Normalfall, kein Hindernis.

Was passiert, wenn ich die Einrichtung wechsle?

Ihre Teilnahme geht einfach weiter. Auch das Anstellungsverhältnis bei der Person, die Ihre wissenschaftliche Leitung bestätigt hat, muss nicht bis zum Programmende bestehen bleiben. In der Stufe Transfer Broker gibt es allerdings einen Punkt, den Sie mitdenken sollten: Die Transfer-Werkstatt lebt von der Zusammenarbeit mit Ihrer Partnerschule. Solange diese Kooperation fortgeführt werden kann, läuft auch die Werkstatt weiter – unabhängig davon, wo Sie angestellt sind. Endet die Kooperation, wird es für die Werkstatt schwierig.


Was, wenn ich die Wissenschaft verlasse?

Auch das ist kein Grund, sich nicht zu bewerben. Evtl. können Sie das Programm für die neue Arbeit an der Schnittstelle von Forschung und Praxis nutzen.


Was raten Sie, wenn absehbar ist, dass die Schulkooperation nicht über drei Jahre tragen wird?

Dann ist die Stufe Transfer Fellow evtl. vornherein die passendere Wahl. Sie qualifiziert Sie ebenso im Transfer, ohne dass Sie eine eigene Werkstatt über die gesamte Laufzeit tragen müssen. Es kommt aber auch ein bisschen darauf an, wie lange sie noch andauern wird. 2/3 de Programmlaufzeit sollte sie wahrscheinlich abdecken, um sinnvoll an einer Transfer-Werkstatt arbeiten zu können. Bitte beschreiben Sie das in der Bewerbung.

Die Erklärung der wissenschaftlichen Leitung


Was ist damit gemeint?

Es geht um die Rückendeckung aus Ihrer wissenschaftlichen Einrichtung für Ihre Teilnahme und für die Ziele des Programms.
Bei Promovierenden ist das in der Regel die Person, die Ihre Promotion betreut. Bei Postdocs kommen Lehrstuhlinhaberinnen, Projektleitungen, Abteilungsleitungen, Fachbereichsleitungen oder Dekanate infrage. Entscheidend ist nicht die Hierarchiestufe, sondern dass Ihre Einrichtung von Ihrer Teilnahme weiß und sie mitträgt.

Kann das eine kooperierende Professorin sein, bei der ich nicht angestellt bin?

In der Regel nicht. Es geht uns nicht um eine fachliche Begutachtung Ihres Vorhabens durch eine höherrangige Person, sondern darum, dass Ihre Transferarbeit in Ihrer eigenen Institution auf Infrastruktur und Unterstützung trifft.


Was gilt für Stipendiatinnen und Stipendiaten?

Auch Stipendien sind in der Regel an eine wissenschaftliche Einrichtung angebunden. Die Erklärung kann von der dort zuständigen Person unterzeichnet werden.

Warum verlangen Sie diese Erklärung überhaupt?

Aus zwei Gründen. Zum einen ist Brokering keine Tätigkeit, die man für sich allein ausübt – Sie vermitteln zwischen Institutionen. Dafür ist es wichtig, dass Ihre eigene Institution von Beginn an eingebunden ist und Sie auch dort hineinwirken können.
Zum anderen ist die Erklärung eine Absicherung für Sie selbst. Transferarbeit kostet Zeit, die in der Qualifikationsphase knapp ist. Mit der Erklärung holen Sie sich die Zusage, dass diese Arbeit in Ihrer Einrichtung geschätzt und unterstützt wird und ihr nichts im Wege steht.

Mit wem kann ich kooperieren?


Muss es eine Schule sein? Was ist mit Horten und Ganztag?

Wir fokussieren auf das Schulsystem. Das schließt Horte und den offenen Ganztag ein – alles, was mit Schule und Unterricht zu tun hat. Vorhaben aus der frühkindlichen Bildung können wir je nach Bewerbungslage berücksichtigen; die Priorität liegt aber eindeutig auf der Schulbildung.

Kann ein Schulamt oder ein Landkreis Hauptpraxispartner sein?

Ja. Da es um den Umgang mit Heterogenität im Unterricht und in der Schulentwicklung geht, ist die Bildungsverwaltung ein wichtiger Akteur und kann diese Rolle übernehmen.

Ist ein Schulnetzwerk statt einer einzelnen Schule möglich?

Ja.

Zählen Studienseminare, Landesinstitute und Lehrkräfteakademien?

Ja, auch Akteure der zweiten und dritten Phase der Lehrkräftebildung sind mögliche Praxispartner.

Sind Kooperationen mit Sozialer Arbeit oder multiprofessionellen Teams möglich?

Ja, sofern sie sich auf die Arbeit in Schulen beziehen.

Was, wenn mein Vorhaben mehrere Praxisakteure einbindet?

Das ist selbstverständlich möglich und in vielen Partnerschaften auch der Normalfall.

Gibt es Einschränkungen bei der Schulart?

Nein. Alle Schularten und alle Lagen sind möglich.

Kann ich mich gemeinsam mit meinen Praxispartnerinnen bewerben?

Ja. Alle Praxispartner sind ohnehin Teil Ihrer Transfer-Werkstatt. Bitte beachten Sie, dass wir für Praxispartnerinnen und -partner keine Reisekosten erstatten können. Wie wir sie darüber hinaus in das Programm einbinden, arbeiten wir derzeit noch aus.

Unterstützt das DIPF bei der Vermittlung einer Partnerschule?

In begrenztem Umfang ja – insbesondere über unser Campusschulnetzwerk. Sprechen Sie uns dafür bitte frühzeitig an.

Woran arbeitet eine Transfer-Werkstatt?

Muss das Thema pädagogisch sein oder darf es fachdidaktisch verankert sein?

Fachdidaktische Fragestellungen sind ausdrücklich willkommen – Didaktik ist Unterricht. Heterogenität im Geschichtsunterricht, im Deutschunterricht oder in den Naturwissenschaften sind gleichermaßen mögliche Zugänge. Das Fach spielt keine Rolle, solange der Umgang mit Heterogenität der Bezugspunkt ist.

Muss meine bisherige Forschung im Feld Heterogenität liegen?

Nein. Ihre Transfer-Werkstatt muss darauf fokussieren, nicht Ihr bisheriger Forschungsschwerpunkt.

Unterrichtsebene oder Schulebene?

Beides ist möglich, auch beides zusammen.

Geben Sie Beispiele für mögliche Fragestellungen vor?

Bewusst nicht. Die Fragestellungen entwickeln Sie gemeinsam mit Ihren Praxispartnerinnen und Praxispartnern – Sie kennen Ihr Feld am besten.

Wie läuft die Arbeit in einer Werkstatt ab?

Wie sieht der Arbeitsrhythmus aus?

Über die drei Jahre verteilen sich fünf Präsenztermine am DIPF, sechs Online-Sessions mit internationalen Expertinnen und Experten sowie ein Online-Treffen mit dem Mentoring-Gremium. Dazwischen arbeiten Sie in Ihrer Networked Improvement Community zusammen; dafür schlagen wir regelmäßige Online-Treffen vor, voraussichtlich einmal pro Quartal. Den konkreten Ansatz dafür erarbeiten wir bis zur Auftaktveranstaltung. Ergänzend findet schriftlicher Austausch statt.

Welche Phasen durchläuft eine Werkstatt?

Wir arbeiten entlang des logischen Modells der Programmimplementation (W. K. Kellogg Foundation). Zunächst beschäftigen wir uns mit der Zielplanung – welche Outputs, Outcomes und welche langfristige Wirkung Ihre Werkstatt anstrebt und wie sie diese erreichen kann. Darauf aufbauend planen Sie Ihre Ressourcen und Stakeholder. Anschließend unterstützen wir Sie bei der Entwicklung und Durchführung ko-konstruktiver Forschungsdesigns und bei der Planung Ihrer Transferprodukte. Für die Begleitung stellen wir Evaluationsmaterialien bereit.

Was ist am Ende das Transferprodukt?

Das legen wir nicht fest. Denkbar sind Unterrichtsmaterialien, Diagnoseinstrumente, Fortbildungsformate und vieles mehr – es hängt ganz von Ihrer Werkstatt und den Bedarfen Ihrer Praxispartner ab.

Wie viel Zeit kostet die Teilnahme realistisch?

Über die gesamte Programmlaufzeit rechnen wir mit rund 200 Stunden als Transfer Broker, rund 120 Stunden als Transfer Fellow und rund 20 Stunden in der Stufe Netzwerk.

Was sind Networked Improvement Communities?

Wir bündeln jeweils etwa fünf thematisch verwandte Transfer-Werkstätten zu einer Gruppe. Diese Gruppen geben sich regelmäßig gegenseitig Feedback und entwickeln ihre Ansätze gemeinsam weiter.

Kann die Werkstattarbeit Teil meiner Qualifikationsarbeit sein?

Ja, das ist sogar ausdrücklich erwünscht. Die Arbeit in Ihrer Transfer-Werkstatt ist publikationsfähig, und wir unterstützen Sie dabei, sie sichtbar zu machen. TransferForce selbst leistet jedoch keine Betreuung einer Qualifikationsarbeit – diese bleibt bei Ihrer wissenschaftlichen Einrichtung.

Was hat die Partnerschule davon?


Welchen Nutzen hat die Schule?

Nutzen und Motivation von Schulen sind selbst ein inhaltliches Thema des Programms – eine komplexe und zugleich zentrale Frage, bei der es auch um die systemische Einbettung von Transferarbeit geht. Wir sehen Schulen dabei nicht nur als Empfängerinnen, sondern als Mitverantwortliche im bi-direktionalen Transfer.
In der Praxis gilt: Die Partnerschaften, mit denen Sie sich bewerben, bestehen idealerweise bereits – und die Motivationen sind von Kooperation zu Kooperation sehr unterschiedlich. Was Ihre Schule konkret aus der Zusammenarbeit zieht, entwickeln Sie gemeinsam.

Welcher Aufwand entsteht für Lehrkräfte und Schulleitung?

Das hängt von Ihrer Werkstatt ab. Offiziell ist zunächst nur die Wissenschaftlerin oder der Wissenschaftler Teil von TransferForce. Wir erwarten von Ihnen, dass Sie ko-konstruktiv mit Ihrer Schule arbeiten, setzen aber keinen bestimmten Einsatz der Schulseite im Programm voraus.
Wünschenswert ist, dass Ihre Praxispartnerinnen und Praxispartner in die Entwicklungsberichte eingebunden sind und diese mittragen. Auch eine Einbindung in die Publikationsformate ist möglich und erwünscht, aber keine Voraussetzung. Das entscheidet jede Kooperation für sich.

Bekommt die Schule etwas – Fortbildung, Materialien, Mitautorschaft?

Ja, aber was genau, entscheidet die jeweilige Transfer-Werkstatt.

Gibt es Informationsmaterial, das ich meiner Schule vorlegen kann?

Ja. Ein Infoblatt für Schulen stellen wir bis zum 16. November 2026 auf dieser Website bereit.

Rolle der Bildungsverwaltung/Bildungssteuerung

Geht es nur um Wissenschaft und Schulpraxis?

Nein, die Steuerungsebene ist ausdrücklich eingeschlossen. Genau darin liegt ein Schwerpunkt von TransferForce.

Was macht das Mentoring-Gremium?

Das Gremium berät die Transfer-Werkstätten und gibt Rückmeldung dazu, wie praxisrelevant ihre Ansätze sind, wie die entstehenden Produkte sichtbar gemacht werden können und wie sie sich auf andere Kontexte übertragen lassen. Es setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Bildungsverwaltung auf allen Ebenen sowie aus Schulleitungen und wissenschaftlichen Leitungen zusammen.

Was bedeutet „Skalierung” für eine einzelne Werkstatt?

Sie haben gemeinsam mit Ihrer Schule ein Produkt entwickelt, das dort zu einer Verbesserung geführt hat. Damit es auch an anderen Orten genutzt werden kann, muss es sichtbar sein und es braucht eine Anleitung zur Umsetzung. Genau dabei unterstützt Sie das Mentoring-Gremium.

Teilnahmestufen und Termine


Können Fellows an allen Modulen online teilnehmen?

Ja. Für Transfer Fellows gibt es keine verpflichtenden Präsenztermine – die Veranstaltungen werden hybrid übertragen. Sie können freiwillig vor Ort teilnehmen; Reise- und

Übernachtungskosten tragen Sie in diesem Fall selbst oder Ihre Einrichtung.

Ich kann am Auftakt am 25. und 26. Februar 2027 nicht teilnehmen. Kann ich mich trotzdem bewerben?

Für Transfer Broker ist das schwierig, da wir an diesem Termin die Networked Improvement Communities bilden und Sie Ihre Werkstatt dort erstmals vorstellen. In begründeten Ausnahmefällen – etwa Krankheit oder familiäre Verpflichtungen – finden wir eine Lösung. Sprechen Sie uns in diesem Fall vor der Bewerbung an.

Wie unterscheiden sich die Stufen im Aufwand?

Rund 200 Stunden als Transfer Broker, rund 120 Stunden als Transfer Fellow und rund 20 Stunden in der Stufe Netzwerk – jeweils über die gesamte Laufzeit von drei Jahren.

Kann ich später zwischen den Stufen wechseln?

Ein Wechsel von Stufe I in Stufe II ist schwierig, weil sich Ihre Partnerschule und Ihre Networked Improvement Community auf die Zusammenarbeit verlassen. Sprechen Sie uns an, wenn sich Ihre Situation ändert – wir suchen gemeinsam nach einer Lösung.

Bewerbung und Auswahl

Nach welchen Kriterien wählen Sie aus?

Wir berücksichtigen drei Aspekte: Ihre Forschungserfahrung, Ihre Erfahrung in der Zusammenarbeit mit der Praxis sowie Ihre Vorstellungen von und Ihre Motivation für Wissenschaft-Praxis-Partnerschaften.

Beeinflusst die Förderung meines aktuellen Projekts durch das BMBFSFJ meine Chancen?

Nein.

Was passiert nach dem 4. Dezember 2026?

Wir sichten alle Bewerbungen und geben Ihnen bis zum 18. Dezember 2026 Rückmeldung.

Welche Unterlagen muss ich wann einreichen?

Mit der Bewerbung selbst reichen Sie zunächst nur das Bewerbungsformular ein. Bei einer Zusage bitten wir Sie um ergänzende Angaben zu Ihrer Transfer-Werkstatt, die unterschriebene Teilnahmevereinbarung sowie die Erklärungen Ihrer wissenschaftlichen Leitung, Ihrer Praxispartnerin oder Ihres Praxispartners und der Schulleitung. Alle Vorlagen stellen wir bis zum 16. November 2026 bereit; eingereicht werden sie bis zum 18. Januar 2027.